Die Küche des Haus Schminke wurde nach den 1926 von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entworfenen Prinzipien der Frankfurter Küche eingerichtet. Die Handlungsabläufe in der Küche sollten danach möglichst rationalisiert und das Arbeiten vereinfacht werden. Die Frau soll neben der Arbeit weniger Zeit in der Küche verbringen müssen, um so mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Die Frankfurter Küche gilt als Vorläufer der modernen Einbauküche.
In großem Stil zum Einsatz kam die Frankfurter Küche im Rahmen des ehrgeizigen Frankfurter Wohnungsbauprogramms, das zwischen 1926 und 1932 unter der Leitung von Ernst May eine Vielzahl von Siedlungen schuf. Weil sie einerseits Arbeitersparnis brachte und anderseits durch das geringere Bauvolumen die Baukosten gesenkt werden konnten, musste in dieser Zeit jede neue Gemeindewohnung mit einer solchen Küche ausgestattet werden. Daher stammt auch die Bezeichnung "Frankfurter Küche".
Die Küche des Haus Schminke ist bis heute mit originalen Einbaumöbeln und Aluschütten sowie Einschubgläsern der Fa. Gebr. Haarer ausgestattet.