Kulturachse von Dresden in die Oberlausitz
Dresden www.dresden.de
Die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen bietet Sehenswertes in vielerlei Gestalt: In keiner Architekturgeschichte fehlt der Dresdner Zwinger. Frauenkirche, Semperoper und Residenzschloss prägen wie viele weitere historische Baudenkmale und Ensemble das Bild der Stadt. Die kecken Engel aus Raffaels Sixtinischer Madonna werben in aller Welt für Dresdens Kunstsammlungen. Prachtvolle Uferpromenaden, interessante Museen und Einrichtungen, technische Denkmale, liebenswerte Details - Dresden hält viele Entdeckungen für Sie bereit.
Bautzen www.bautzen.de, www.oberlausitz.com
Die über 1000 Jahre alte Stadt Bautzen ist das Herz der Oberlausitz und eines der kulturellen Zentren der Sorben. Berühmt ist Bautzen vor allem für seine Altstadt, die mit ihren 13 Türmen, vielen Kirchen und engen Gässchen ihren mittelalterlichen Charakter bis heute bewahrt hat.
Löbau www.loebau.de
Die Attraktivität von Löbau wird durch das, in den vergangenen Jahren liebevoll sanierte, historische Stadtzentrum, den einzigen gusseisernen Turm Europas auf Löbaus Hausberg und den "liebsten Bau" des Architekten Hans Scharoun, dem "Haus Schminke", geprägt.
Ebenso bekannt sind das im 14. Jahrhundert erbaute und aufwendig restaurierte Rathaus im mittelalterlichen Stadtkern sowie die Nikolaikirche. Die Stadtmauer ist teilweise gut erhalten, genauso die Postmeilensäulen, welche 1729 aufgestellt wurden.
Zittau www.zittau.eu
Der Kulturpfad der Stadt Zittau, welcher seit 1914 besteht, führt zu insgesamt 52 Sehenswürdigkeiten und macht die Besucher mit der einst reichsten Stadt des "Oberlausitzer Sechsstädtebundes" bekannt.
Görlitz www.goerlitz.de
Der wohl größte Schatz der Europastadt Görlitz/Zgorzelec ist ihr architektonischer Reichtum. Allein in Görlitz sind fast 4.000 Baudenkmale aus 500 Jahren europäischer Baugeschichte erlebbar. Größtenteils aufwändig saniert, finden sich hier Bauten der verschiedensten Epochen - von der Gotik, über die Renaissance bis zur Gründerzeit und dem Jugendstil.
Durch die Einzigartigkeit des zusammenhängenden Stadtbildes wurde Görlitz von der Unesco in das Weltkulturerbe aufgenommen.
Fürst Pückler Park Bad Muskau www.muskauer-park.de
Beiderseits der Neiße breitet sich auf über 830 Hektar der Muskauer Park in der Lausitzer Landschaft aus. Das Gartenkunstwerk, das weltweit seinesgleichen sucht, legte Hermann Fürst von Pückler-Muskau 1815 an. Der Park ist seit 2004 UNESCO-Welterbe.
Pfad der Moderne
Dessau-Roßlau www.dessau.de, www.bauhaus-dessau.de
Das Bauhausgebäude mit den Meisterhäusern von Walter Gropius aus den Jahren 1925/26 und das Gartenreich Dessau-Wörlitz gehören zum UNESCO-Welterbe. Heute ist das "Bauhaus Dessau - Zentrum für Gestaltung" wieder ein lebendiger Ort der experimentellen Gestaltung, Forschung und Lehre. Entdecken Sie bei einer Führung durch das Bauhaus eines der wichtigsten Gebäude der Klassischen Moderne.
Niesky www.niesky.de
Das Wachsmannhaus in Niesky zählt zu den bedeutendsten Architekturzeugnissen der Moderne. Es wurde von Architekt Konrad Wachsmann 1927 als Direktorenwohnhaus erbaut. Konrad Wachsmann startete seine Karriere in Niesky. Durch seine innovativen Konstruktionssysteme gilt er weltweit als Pionier des industriellen Bauens.
Brno (Brünn) www.tugendhat-villa.cz/html.en/
Ein Meisterwerk der klassischen modernen Architektur und der bedeutendste Bau Ludwig Mies van der Rohes in Europa: Das Haus Tugendhat im tschechischen Brno. Als es Ende der 20er Jahre gebaut wurde, war die mährische Metropole bereits ein Zentrum der architektonischen Avantgarde. Mit dem Haus Tugendhat kam nun ein funktionalistischer Bau für die gehobene Schicht hinzu. Da Geld für das jüdische Fabrikantenehepaar Grete und Fritz Tugendhat keine Rolle spielte, konnte Mies van der Rohe aus dem Vollen schöpfen und seine ästhetischen Prinzipien zur Vollendung entwickeln.
Auf den Spuren von Hans Scharoun
Philharmonie www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/philharmonie/
Die Philharmonie gilt als Hauptwerk Hans Scharouns und als Musterbeispiel des "organischen Bauens" - jeder Bau sollte sich ohne formales Korsett aus der inneren Nutzung her "organisch" nach außen entwickeln. Scharouns Anliegen war, "einem Ort des Musizierens und des gemeinsamen Erlebens der Musik eine entsprechende Form zu geben". Die traditionelle Form Bühne-Zuschauersaal kam nicht in Frage. Statt dessen rückte Scharoun das Orchester in den Mittelpunkt des Raumgefüges, das aus ineinander verdrehten Fünfecken konstruiert ist.
Siemensstadt www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/siemensstadt/
Scharouns außergewöhnliche Schiffsarchitektur der Siemensstadt gilt heute gewissermaßen als Symbol für den modernen Wohnungsbau der Weimarer Republik. Mit den aus der Seefahrt abgeleiteten Gestaltungselementen (Kommandobrücke, Reling und Bullauge) wollte er wie einige progressive Architekten der zwanziger Jahre das positive Image der Seefahrt - Freiheit, Modernität, Weltläufigkeit, Rationalisierung - für seine Bauten nutzen. Der Volksmund nannte Scharouns Gebäude bezeichnenderweise "Panzerkreuzer" - und nahm damit Bezug auf die negative, kriegerische Tradition der Seefahrt.
Breslau www.wroclaw.pl
www.sztuka.net.pl/palio/html.run?_Instance=www.sztuka.net.pl&_PageID=445&newsId=1405&_CheckSum=1427530707
Die Werkbundsiedlung Breslau wurde 1929, im Rahmen der Werkbundausstellung Wohnung und Werkraum (WuWa), als Versuchssiedlung errichtet. Besonders sehenswert ist das Ledigenheim von Hans Scharoun.